Der Laden

Ich hatte mal einen Laden

Ich hatte mal einen Laden in der Süderstrasse 11 in Wesselburen. Süderstrasse – was für eine schöne Adresse und die Hausnummer 11 ist eine meiner Glückszahlen. Da kann doch nichts schief gehen, dachte ich. Und es ging doch schief. So, jetzt ist es raus!

Was war passiert? Ich hatte keinen explosionsartigen Reichtum erwartet, nicht mal so viel Umsatz wie der Spaß kostet, geschweige überhaupt Gewinne. Ich hatte mir einfach einen Traum erfüllt, koste es was es wolle!

Nein, der Gegner kam aus einer ganz anderen Richtung. Ich konnte mir die wenige Zeit, die ich in den Laden investierte, plötzlich nicht mehr leisten. Aus ganz privaten Gründen.

Letztes Jahr im Mai, an einem der herrlichen Abende, die wir monatelang genießen konnten, saß ich draußen und wälzte trübe Gedanken. Auf einmal stand mein Entschluss: es ist Schluss.

Kündigungsfrist und Sperrmülltermin fielen günstig zusammen (nein, nein, so schlimm sollte es nicht werden!!) und der Brief an den Vermieter war schnell geschrieben.

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Anfang August hatte ich dann einen Hof-Flohmarkt veranstaltet und vieles aus dem Laden (und vieles aus meinen Schränken und Regalen) verkaufen können. Der Rest wurde sortiert: in Kartons zum Einlagern und an die Straße für den Sperrmüll. Und irgendwie war ich erstmal froh.

Aber ich wäre ja nicht ich, wenn es nicht gleich wieder im Kopf rotierte hätte. Ich brauche, nein, ich möchte einen Plan B. Schon vor dem Laden hatte ich über Holzhütte oder Bauwagen nachgedacht. Bei mir auf dem Hof.

So einen Bauwagen, ganz in weiß, als Hofladen hergerichtet, hatte ich mal in einer Gartenzeitschrift gesehen. Hinreißend! Aber was auf Hochglanzfotots beneidenswert schön aussieht, ist im richtigen Leben nicht immer praktisch.

Zu viel sprach gegen den Bauwagen. Ja, ich hatte mir tatsächlich eine „für-und-wider“-Liste gemacht und als Ergebnis eine Holzhütte bestellt.

Das Teil kam aber erst im Dezember und somit musste der Aufbau bis ins nächste Frühjahr warten. Eine harte Probe für mich, die mit Geduld nicht sonderlich gut ausgestattet ist. Aber Ostern stand die Hütte, konnte angestrichen und eingerichtet werden.

Wenn ich jetzt aus dem Haus trete und auf die ehemals sowieso viel zu große Terrasse schaue, dann kommt es mir vor, als hätte sie dort schon immer gestanden.

Das Schwedenrot passt wunderbar zu den roten Backsteinen ringsum, wenn auch Rot nicht zu den Farbfrisch – Farben gehört.

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Aber das sind Kleinigkeiten und innen ist sie Weiss. Der zweite Start von Farbfrisch kann beginnen.

Hol‘ Dir die Farben des Meeres nach Hause!

6 Gedanken zu „Ich hatte mal einen Laden“

  1. Na, das ist ja ein Ding, liebe Ulrike. Aber nicht unpraktisch. Dann brauchen Deine Gäste nirgends hinzugurken, um Mitbringsel zu finden. Ist es denn schon eröffnet, das Schwedenhäuschen? Viel Spaß weiterhin und liebe Grüße, Stefanie

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