DIY Anleitungen

Sehnsuchts-Stelen

Zu meinen Sehnsuchts-Stelen hat mich der Artikel „Sehnsucht nach Meer“ (Sky Genussmagazin Unser Norden, Juli 2017) über das Buch Holzlatten zum Anlehnen inspiriert.

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Sie als Sehnsuchts-Brett/Pfahl/Balken oder gar Sehnsuchts-Latten zu bezeichnen, fand ich jedoch etwas unromantisch. Stelen sind zwar meist viereckig und verjüngen sich leicht nach oben, aber so genau muss man die Dinge nicht nehmen. Und es gibt ja auch noch die künstlerische Freiheit.

Meine Sehnsuchts-Stelen stelle ich aus Strandgut oder einfachen Zaunlatten und Brettern aus dem Baumarkt her.

Grundiert wird wieder in weißer Wandfarbe, gefolgt von einem dunklen Schlammton (Hammer, Meister – farbige Wände), der nur an einigen Stellen aufgebracht wird und nach dem Anschleifen den Eindruck von verwittertem Holz erzeugen soll.

Die dritte Farbschicht habe ich beim Streichen gemischt. Hierzu kann man einen alten Topfdeckel oder ausrangierten Teller nehmen. Pappteller tun es auch.

Ein Tipp: das Umfüllen der Farbe aus dem Einer oder der Dose in das Mischgefäss fand ich immer schwierig. Meine Lösung sind günstige Holzlöffel, mit denen man recht kleckerfrei schöpfen kann.

In meinem Deckel mische ich ein kräftiges Grün (Meister) langsam in das Weiss und streich damit die Zaunlatte von oben nach unten. Je weiter unten man ankommt, umso mehr Grün wird eingemischt. Diese Technik erzeugt einen ungleichmäßigen Verlauf.

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Nach dem Trocknen trage ich ein sehr dunkles Blau (Annie Sloan Kreidefarbe – Aubusson Blue) von unten nach oben auf und je höher ich komme, umso lückenhafter setze ich die Pinselstriche. Anschliessend wird das Brett, um den Shabby-Look zu erzielen, etwas angeschliffen.

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Die kontrastfarbenen Sprenkler erzeugt man, indem man den in Farbe getauchten Pinsel auf der Hand oder einem zweiten Pinsel oder Holzlöffel aufschlägt und die Farbe auf das Werkstück „spritzen“ lässt (unbedingt vorher ausprobieren!!).

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Jetzt geht es ans Ausgestalten. Schriftzüge und Sterne oder andere maritime Symbole werden mit einer Schablone aufgebracht und ausgemalt.

Meine Stelen wachse ich nicht, da der Wachs die dunkelblaue Farbe in die weiße Schrift überträgt. Lackiert man die Stelen, kann das zwar auch passieren (der Pinsel nimmt die blaue Farbe auf) aber nicht so extrem.

Hierzu habe ich auch einen Tipp: Nur die Schriftzüge kurz (!) mit Sprühlack (teuer) ansprühen und die umliegenden Flächen wie gewohnt mit dem Pinsel lackieren. Der zweite Lackanstrich sollte dann über das gesamte Brett laufen.

Aufpimpen kann man seine Sehnsuchts-Stele mit Kordel, Holzperlen und maritimen Anhängern oder mit einem Hacken und einer Laterne. Die breiten Stelen werden einfach an die Wand gelehnt, die schmalen Stelen haben eine Aufhängung auf der Rückseite.

Und dann anschauen und vom Meer träumen…

Hol‘ Dir die Farben des Meeres nach Hause!

2 Gedanken zu „Sehnsuchts-Stelen“

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